Die Anlagechancen der Emerging Markets sind so vielfältig wie die Länder, in denen sie zu finden sind. Doch alle basieren auf nachhaltigen Megatrends, die gerade erst begonnen haben, sich zu entfalten. Erfahren Sie mehr!
DEMOGRAFIE
Die Schwellenländer haben einen gigantischen Anteil an der Bevölkerung unserer Welt – über 80 Prozent aller Menschen leben in den Emerging Markets.
Ein weiterer positiver Faktor: Die Bevölkerung in den Schwellenländern ist jung – und das ist gut für die Staaten und Unternehmen. Denn das Wirtschaftswachstum hängt maßgeblich mit der Menge der Menschen im erwerbsfähigen Alter zusammen. Eine junge Bevölkerung bedeutet also eine Menge Arbeitskräfte, deren Ziel es ist, ihren Lebensstandard zu verbessern.
URBANISIERUNG
Die Städte in den Schwellenländern wachsen rasant, denn dort gibt es Arbeit für die Menschen und wird das meiste Wachstum erwirtschaftet.
Die Weltbank erwartet, dass in 2025 über die Hälfte der Menschen in den Emerging Markets in den Städten leben wird. Bereits heute liegen zehn von 20 der am schnellsten wachsenden Städte in den Schwellenmärkten. Dazu gehören unter anderem Beihai in China, Ghaziabad in Indien oder Lagos in Nigeria (Quelle: Citymayors 2010).
Aufgrund des starken Wachstums in diesen Regionen geht man davon aus, dass in 2015 bereits beeindruckende 67 Prozent des realen Wirtschaftswachstums in den Städten der Emerging Markets erwirtschaftet werden (Quelle: Boston Consulting Group 2010).
INFRASTRUKTUR
Je mehr Menschen in die Städte ziehen, desto wichtiger ist es, dass die Infrastruktur ausgebaut wird: das Strom- und Mobilfunknetz, Straßen und öffentliche Verkehrsmittel müssen mit dem Wachstum Schritt halten.
Aber auch die Kapazitäten der für den Außenhandel wichtigen Fernstraßen, Häfen und Flughäfen müssen erhöht werden. Je weiter der Ausbau voranschreitet, desto wichtiger wird auch die Verbesserung der „weichen“ Infrastruktur. Darunter fallen unter anderem Bildungseinrichtungen sowie das Gesundheitswesen.
Man schätzt deshalb, dass in den nächsten Jahren über 21 Billionen US-Dollar in den Schwellenländern in den Ausbau der Infrastruktur investiert werden (Quelle Morgan Stanley 2009). Denn nur so kann das weitere positive Wachstum der Emerging Markets vorangetrieben werden.
Richard Titherington, Chief Investment Officer und Leiter des globalen Teams für Schwellenländer-Aktien
„Langfristig orientierte Investoren finden in den Schwellenländern nach wie vor viele attraktive Anlage- möglichkeiten – und Infrastruktur spielt dabei eine zentrale Rolle.“
BINNENKONSUM
Je mehr Arbeitsplätze entstehen, desto mehr Menschen in den Emerging Markets können einem regelmäßigen Erwerb nachgehen. So konnten beispielsweise zwischen 2002 und 2008 rund 40 Millionen Menschen in Lateinamerika der Armut entkommen (Quelle: UN).
Dadurch bildet sich zum ersten Mal in der Geschichte in den Schwellenländern eine Mittelschicht. Und diese Mittelschicht möchte konsumieren: Neben Mobiltelefonen, Kühlschränken, Unterhaltungselektronik und Autos rücken zunehmend auch Bildung, Gesundheitsvorsorge und finanzielle Absicherung in den Konsumenten-Fokus.
BONITÄT
Viele aufstrebende Staaten haben die Finanzkrise besser und mit deutlich niedrigeren Verschuldungsraten überstanden als die Industriestaaten.
Die Bonität von Schwellenländer-Anleihen wird dementsprechend von den Ratingagenturen heute positiv bewertet: So besitzen bereits knapp
60 Prozent aller Schwellenländer ein nicht spekulatives Investment Grade-Rating.
Diese Entwicklung liegt nicht nur am Rohstoffboom der letzten Dekade, von dem die Emerging Markets massiv profitiert haben. Auch die wachsende Mittelschicht beschert den Staaten steigende Steuereinnahmen und hat so einen positiven Einfluss auf die Finanzen dieser Länder. Schwellenländer-Anleihen bieten Investoren heute so mehr Stabilität und Ertragspotenzial als jemals zuvor.
Pierre-Yves Bareau, Leiter des globalen Teams für Schwellenländer-Anleihen
"Die EU-Konvergenzkriterien aus dem Maastricht-Vertrag - nämlich ein Schuldenstand von maximal
60 Prozent des Bruttoinlandproduktes und eine maximale Neuverschuldung von 3 Prozent des Bruttoinland- produkts pro Jahr - würden heute fast nur Schwellenländer erfüllen."
ZINSEN UND WÄHRUNGEN
Auch die lokalen Währungen der Schwellenländeranleihen bieten weitere Chancen. Bereits heute entfällt der größte Anteil der Staatsverschuldung auf Anleihen in heimischer Währung. Dieser Trend dürfte weiter anhalten. Die Zinsen fallen bei Lokalwährungsanleihen häufig höher aus als bei US-Dollar denominierten Bonds. Zudem sind die Ratings für die Emissionen in einheimischer Währung in der Regel besser.
Zusätzlich bietet eine Chance auf Aufwertung der lokalen Währungen weitere Ertragschancen, denn viele sind im Vergleich mit dem US-Dollar deutlich unterbewertet.
Didier Lambert, Fondsmanager JPMorgan Funds - Emerging Markets Local Currency Debt Fund
„Mit steigender Wirtschaftskraft sollten auch die Währungen der Schwellenländer aufwerten.
Für langfristig orientierte Anleger bieten sich hier spannende Chancen.“